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Quelle: FVW / Stand 28.02.2026 FVW – Infos zum Nahen Osten Flugstreichungen, Kreuzfahrten, Hotels getroffen Reisewarnung Dubai, Katar, Oman, Jordanien & Co von Oliver Graue Samstag, 28. Februar 2026 Das Auswärtige Amt spricht zahlreiche Reisewarnungen für die Länder in der gesamten Golf-Region sowie für Israel aus. Flüge in die Golfregion wurden gestrichen, bei Kreuzfahrt-Reedereien finden geplante Passagierwechsel nicht statt, die Hotels Fairmont The Palm und Burj Al Arab wurden getroffen. In Dubai gab es bereits eine Explosion durch eine Drohne vor dem Fairmont-Hotel auf der Palmeninsel. Dabei wurden nach Medienberichten mehrere Personen verletzt. Am Samstagabend wurde auch der Flughafen Dubai International attackiert, dabei wurden laut Berichten vier Beschäftigte des Flughafens verletzt. Am Samstagabend traf eine Drohne auch das Luxushotel Burj Al Arab, auf Videos ist ein Feuer an der Fassade zu sehen. Im Hotel Fairmont The Palm kam es am Wochenende zu einem Brand, nachdem mutmaßlich Trümmerteile Fahrzeuge getroffen hatten und sie so in Brand gerieten. Das Feuer ist aber laut einer vertriebsinternen Mitteilung zügig unter Kontrolle gebracht worden. Das Hotel ist geöffnet. Iran bombardiert Hotels Das Mullah-Regime hat zudem das verfeindete Bahrain bombardiert. Das Innenministerium von Bahrain bestätigte, dass das Luxushotel Crowne Plaza in der Hauptstadt Manama bei einem Angriff beschädigt wurde. Es habe jedoch keine Todesopfer gegeben. Einen Angriff gab es auch in der Nähe des Flughafens Doha in Katar. In dem Emirat befindet sich eine große US-Militärbasis. Zudem soll Iran zwei Raketen in Richtung Zypern geschickt haben. Das Land gilt als eng mit Israel befreundet. Das Auswärtige Amt warnt konkret vor Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate (Dubai, Abu Dhabi etc.), nach Katar, Kuwait, Israel, Saudi-Arabien, Oman, Bahrain, Jemen, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien. Dubai-Flughafen geschlossenDer Flughafen Dubai ist inzwischen komplett geschlossen worden, ebenso der Flughafen in Katar. Aber auch anderswo in der Region gibt es derzeit keine Starts und Landungen von Passagiermaschinen mehr. Emirates Airline und Qatar Airways haben wegen der Sperrung des Luftraums alle Abflüge abgesagt. Offenbar halten sich noch mehrere Tausend Deutsche allein in Dubai auf. Lufthansa, KLM und andere Fluggesellschaften sagten ihre Flüge in die Region ab. Nach Angaben des Luftfahrt-Analyseunternehmens Cirium wurden allein am Samstag 966 Flüge von Airlines aus aller Welt in die Länder der Golfregion gecancelt. Auch Kreuzfahrtschiffe betroffen Die Golfstaaten sind wichtige Kreuzfahrtziele im Winter. Die Mein Schiff 4 liegt aktuell in Abu Dhabi, die Mein Schiff 5 in Doha in Katar. Beide Schiffe von TUI Cruises befanden sich während der ersten Angriffswellen in den Häfen der Region. Nach einem Bericht der "Kieler Nachrichten" erhielten Passagiere Notfallalarme auf ihren Mobiltelefonen. Die Crew forderte sie auf, umgehend an Bord zurückzukehren. Landausflüge wurden abgesagt. Die Außendecks blieben gesperrt. Gäste sollten sich im Inneren des Schiffes aufhalten und Fenster meiden, so die "Kieler Nachrichten". Schäden meldeten die Schiffe nicht. Für Sonntag standen eigentlich reguläre Gästewechsel an: In Katar sollten mehr als 2.000 Passagiere von Bord gehen und neue Reisende aus Deutschland anreisen. Auch in Dubai plante Mein Schiff 4 einen Wechsel. Wegen der Reisewarnungen sei eine planmäßige Durchführung der für Samstag, Sonntag und Montag geplanten Reisen derzeit nicht verantwortbar, heißt es auf der Website von TUI Cruises. "Alle Gäste, die sich aktuell bereits an Bord befinden oder eine Anreise geplant hatten, wurden von uns direkt und individuell darüber informiert", so die TUI-Beteiligung. MSC Cruises hat wegen der Sicherheitslage eine Kreuzfahrt der Euribia ab Doha in Katar abgesagt. Zur Sicherheit von Passagieren und Besatzung bleibe die MSC Euribia im Hafen von Dubai, teilte ein Sprecher der Nachrichtenagentur AWP am Samstagabend mit. Die Gäste seien informiert worden. Das Schiff hätte am Sonntag auslaufen sollen. Das Kreuzfahrtschiff kann gut 6000 Personen aufnehmen und ist im Winter 2025/2026 im Persischen Golf unterwegs. Wörtlich heißt es in der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes: "Am Morgen des 28. Februar 2026 haben Israel und die Vereinigten Staaten mit Luftschlägen gegen Ziele in Iran begonnen. Es folgten Luftangriffe aus Iran auf Israel und weitere Ziele in der Region. Mit weiteren Angriffen muss gerechnet werden. Die Lufträume von Israel und Iran wurden gesperrt; auch längerfristige Sperrungen sindmöglich. Mehrere Fluggesellschaften haben den Flugbetrieb in die Region eingestellt. Weitere Lufträume in der Region können jederzeit ebenfalls gesperrt werden. Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate haben ihre Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere rund um jüdische und israelische Einrichtungen, erhöht. Wer sich noch in den VAE oder in Katar aufhält, sollte sich in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts eintragen oder prüfen, ob die dort hinterlegten Daten aktuell sind." Airlines und Veranstalter fragen Zudem seien die Informationen von NCEMA (National Emergency Crisis and Disasters Management Authority der VAE) zu beachten und die Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte zu beachten. "Bei Fragen zu gebuchten Flügen/Reisen in die Region kontaktieren Sie Ihre Fluggesellschaft oder Ihren Reiseveranstalter", heißt es beim Auswärtigen Amt. Ticketpreise für anierte Flüge werden erstattet. Entschädigungszahlungen gibt es allerdings nicht, da es sich bei den Angriffen um "außergewöhnliche Umstände handelt". Wer eine Pauschalreise gebucht hat, die nicht stattfinden kann, erhält den kompletten Reisepreis erstattet. Dies ist bei Einzelbuchungen von Hotels nicht der Fall. Der Sicherheitsdienstleister A3M informiert laufend hier. Große Airline-Übersicht (Update) Flugstreichungen – Emirates, KLM, Lufthansa, Qatar, Swiss, Wizz & Co von Cüneyt Yilmaz Samstag, 28. Februar 2026 Die Situation im Nahen Osten beeinträchtigt den internationalen Flugverkehr. Mehrere europäische und internationale Fluggesellschaften haben ihre Flugpläne geändert. Eine Übersicht. Lufthansa und ihre Tochtergesellschaften haben die Flüge nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil und Teheran bis zum 7. März gestrichen. Die Verbindungen nach Dubai und Abu Dhabi wurden bis Sonntag ausgesetzt. Die Fluggesellschaft nannte die"aktuelle Situation im Nahen Osten" als Grund für die Streichungen. Swiss International Air Lines hat Swissinfo.ch zufolge die Flüge von und nach Tel Aviv bis zum 7. März ausgesetzt; davon sind 14 Flüge in beide Richtungen betroffen. Aufgrund der weitreichenden Luftraumsperrungen wurden außerdem die Flüge zwischen Zürich und Dubai gestrichen. Air France hat die Streichung der Flüge von und nach Tel Aviv, Beirut, Dubai und Riad bekannt gegeben und die Aussetzung der Flüge nach Tel Aviv bis einschließlich Sonntag verlängert, wie der Sender BFM TV berichtet. Die niederländische Fluggesellschaft KLM hatte bereits Anfang der Woche angekündigt, dass sie die Flüge von und nach Tel Aviv ab Sonntag aussetzen würde. LOT Polish Airlines hat ebenfalls ihre Flüge in mehrere Städte des Nahen Ostens, darunter Tel Aviv und Dubai, bis zum 3. März eingestellt. Finnair teilt mit: "Aufgrund der verschärften Sicherheitslage haben wir die Finnair-Flüge von und nach Dubai und Doha im Zeitraum vom 28. Februar bis 1. März 2026 gestrichen. Wir nutzen den Luftraum über dem Irak, dem Iran, Syrien und Israel im Nahen Osten aufgrund der Sicherheitslage in diesen Gebieten nicht." Gulf Air hat mitgeteilt, dass Flüge von und nach Bahrain gestrichen oder vorübergehend ausgesetzt wurden, und fordert die Passagiere auf, sich auf der Website über die neuesten Entwicklungen zu informieren. Oman Air hat aufgrund der sich entwickelnden regionalen Lage die Streichung und vorübergehende Aussetzung mehrerer Flüge angekündigt. Laut der Fluggesellschaft sind Flüge von und nach Moskau, Amman und Chassab bis auf Weiteres gestrichen. Flüge von und nach Dubai, Bahrain, Doha, Dammam und Kuwait-Stadt sind vorübergehend ausgesetzt, berichtet "The Times of Oman" Die Fluggesellschaft teilte mit, dass alle anderen Flüge planmäßig stattfinden, Passagiere jedoch mit möglichen Verspätungen rechnen sollten. Reisende werden gebeten, die Website von Oman Air für aktuelle Informationen zu besuchen. Royal Jordanian teilt mit: "Alle Flüge nach Syrien, Irak, in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Bahrain, Kuwait und Katar sind jedoch aufgrund der Luftraumsperrungen in diesen Ländern vorübergehend ausgesetzt. Royal Jordanian beobachtet die Lage in enger Abstimmung mit der Zivilluftfahrtbehörde, um höchste Sicherheitsstandards zu gewährleisten."Egyptair hat laut "Daily News Egypt" alle Flüge in 13 Städte im Nahen Osten bis auf Weiteres ausgesetzt. Die ägyptische Fluggesellschaft gab am Samstag bekannt, dass sie ihre Flüge nach Kuwait, Dubai, Doha, Manama, Abu Dhabi, Sharjah, Qassim, Dammam, Erbil, Bagdad, Amman, Beirut und Maskat eingestellt hat. Eurowings setzt bis einschließlich Montag, 2. März, alle Flüge nach Abu Dhabi und Dubai aus. Betroffene Gäste werden proaktiv informiert. Gäste, die sich aktuell vor Ort befinden, können ihren Aufenthalt auf Kosten von Eurowings Holidays verlängern, heißt es in einer Mitteilung von Eurowings an die Vertriebspartner. Kuwait Airways teilte auf ihrem offiziellen X-Account mit: "Aufgrund der aktuellen Lage in der Region und im Interesse der Sicherheit unserer Passagiere und Flugzeuge wurden alle ankommenden und abfliegenden Flüge am Kuwait International Airport verschoben und werden auf einen späteren Zeitpunkt neu terminiert. Passagiere werden über die in ihren Buchungsinformationen angegebenen Kontaktdaten über ihre neuen Reisezeiten informiert. Wir bitten alle Passagiere, sich ausschließlich über die offiziellen Kommunikationskanäle von Kuwait Airways über die neuesten Informationen zu informieren." Salam Air teilt mit, dass Flüge von und nach Iran, Irak, Sharjah, Doha, Dammam und Kuwait aufgrund der aktuellen regionalen Entwicklungen bis auf Weiteres ausgesetzt bleiben. British Airways teilt mit, dass die Flüge nach Tel Aviv und Bahrain bis nächste Woche ausgesetzt werden. Die Flüge nach Amman wurden am Samstag gestrichen. Die katarische Zivilluftfahrtbehörde schloss den Luftraum des Landes vorübergehend, und Qatar Airways bestätigte die Aussetzung aller Flüge von und nach Doha als Vorsichtsmaßnahme. Emirates und Flydubai stellen ihren Betrieb vorübergehend ein, während Etihad alle Abflüge von Abu Dhabi bis Sonntag, 10:00 Uhr GMT, aussetzt, meldet der englischsprachige Dienst von Reuters. Wizz Air bestätigt, dass die Fluggesellschaft aufgrund der jüngsten Eskalation der Sicherheitslage im Iran alle Flüge von und nach Israel, Dubai, Abu Dhabi und Amman mit sofortiger Wirkung bis einschließlich 7. März aussetzt. "Angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten hat ITA Airways beschlossen, die Flüge von und nach Tel Aviv bis zum 7. März auszusetzen. Folgende Lufträume werden bis zum 7. März nicht genutzt: Israel, Libanon, Jordanien, Irak und Iran. Aus betrieblichenGründen werden zudem die Flüge von und nach Dubai bis zum 1. März ausgesetzt", teilt die italienische Fluggesellschaft ITA Airways mit. Indiens zwei größte private Fluggesellschaften, Indigo und Air India, haben am Samstag ihre Flüge zu allen Zielen im Nahen Osten eingestellt. Air India verwies auf die "sich entwickelnde Lage" in der Region, während Indigo die Sicherheit von Passagieren und Besatzung betonte, so "Gulf Times". Die norwegische Fluggesellschaft Norse kündigte an, ihre Flüge von und nach Dubai bis mindestens zum 4. März auszusetzen. Anschließend soll der Flugbetrieb angesichts der Luftraumsperrungen und Sicherheitsbedenken neu bewertet werden. Turkish Airlines hat die Flüge in zehn Länder des Nahen Ostens, darunter Libanon, Syrien, Irak, Iran und Jordanien, bis zum 2. März ausgesetzt, berichtet "TRT World". Flüge nach Katar, Kuwait, Bahrain, in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Oman wurden für den Tag ausgesetzt. Delta Air Lines teilt mit, dass der Flugbetrieb in Tel Aviv mindestens bis einschließlich Sonntag eingestellt wurde. Auch United Airlines wies auf mögliche Flugausfälle nach Tel Aviv hin. American Airlines teilte mit, dass Flüge über den internationalen Flughafen Doha in Katar betroffen sein würden. Die israelischen Fluggesellschaften El Al und Sundor haben zunächst alle Flüge bis zum 1. März gestrichen. Bis zum 21. März 2026 würden zudem alle EL-AL-Flüge für neue Buchungen in den Reservierungssystemen gesperrt, bis mehr Klarheit über die Sicherheitslage herrsche, teilt der Carrier mit. Die russische Luftfahrtbehörde Rosaviatsia teilte mit, dass Flüge von Russland in den Iran und nach Israel "bis auf Weiteres" ausgesetzt seien, so "Tribune Online". Die Behörde wies russische Fluggesellschaften an, aufgrund von Flugausfällen in Katar, Irak, Kuwait und Bahrain sowie teilweisen Einschränkungen über den Vereinigten Arabischen Emiraten alternative Routen in die Golfregion zu nutzen. Aegean Airlines hat die Flüge von und nach Tel Aviv, Beirut und Erbil im Irak bis zum 2. März ausgesetzt. Air Astana hat Flüge in den Nahen Osten bis einschließlich 3. März gestrichen. Air Europa hat ihre Flüge nach Tel Aviv am Sonntag und Montag gestrichen und beobachtet die Situation, um den Flugbetrieb ab Dienstag neu zu bewerten. Azerbaijan Airlines hat die Flüge von und nach Dubai, Doha, Jeddah und Tel Aviveingestellt. Cathay Pacific hat ihren Betrieb in der Region eingestellt, was Passagierflüge von und nach Dubai und Riad sowie den Frachtverkehr am Flughafen Al Maktoum betrifft. Iberia Express, die zur Iberia-Gruppe gehört, hatte einen für Samstag um 17 Uhr Ortszeit geplanten Flug nach Tel Aviv gestrichen. Japan Airlines teilte mit, dass ein Flug am Samstag von Tokio Haneda nach Doha sowie ein Rückflug am 1. März gestrichen wurden. Scandinavian Airlines hatte ihren Flug von Kopenhagen nach Tel Aviv am Samstag ausgesetzt. Über Flüge zu späteren Terminen sei noch keine Entscheidung gefallen. Virgin Atlantic gab bekannt, dass sie den irakischen Luftraum vorübergehend meiden wird, was zu einigen geplanten Umleitungen ihrer Flüge führen. TUI, Dertour, Schauinsland & Co. (Update) So reagieren die Reiseveranstalter auf die Nahost-Krise von Martin Jürs und Bianca Wilkens Sonntag, 01. März 2026 Luftraumsperrungen, Flugabsagen bislang bis Ende kommender Woche – die eskalierende Krise im Nahen Osten trifft auch die Reisebranche. Urlauber in der Krisenregion müssen betreut, Reisealternativen gesucht werden. Die Veranstalter arbeiten unter Hochdruck. Bei Dertour sind mit den vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Saudi-Arabien, Katar, Bahrain, Oman, Jordanien, Kuwait und Israel gleich sieben Destinationen von der aktuellen Krise im Nahen Osten betroffen. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen sagt der zweitgrößte deutsche Reiseveranstalter alle Reisen in den sieben Zielgebieten aufgrund der bestehenden Reisewarnung bis einschließlich 3. März 2026 ab. Betroffene Gäste könnten kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhalten alternativ den vollständigen Reisepreis zurück, teilt der Veranstalter mit. Aktuell befindet sich eine niedrige vierstellige Gästezahl von Dertour in den von der Reisewarnung betroffenen Nahost-Gebieten. Gäste, die aufgrund von Luftraumsperrungen derzeit nicht nach Hause fliegen könnten oder auf einen Weiterflugwarten, würden von Dertour informiert und vor Ort betreut, so der Reiseveranstalter. Vor Ort stünden lokalen Reiseleitungen den Gästen als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Reiseleitungen würden die Hotelunterbringung entsprechend verlängern oder alternative Zimmer in anderen Hotels zur Verfügung stellen. Über neue Rückreisemöglichkeiten werde man schnellstmöglich informieren, teilt der Veranstalter mit. Auf der Suche nach Flugalternativen Für Transitreisende, die aufgrund von Flugstreichungen nicht wie geplant abreisen könnten, suchen die Dertour-Teams derzeit nach alternativen Flugverbindungen. "In den Fällen, in denen wir keine neuen Flugverbindungen anbieten können, sind kostenlose Umbuchungen oder Stornierungen möglich", so die Rewe-Tochter. Für Urlauber, deren Rückflüge nach Deutschland über die Nahost-Drehkreuze gestrichen wurden, suche man ebenfalls nach Alternativen. Schauinsland-Reisen hat angesichts der Krise und der Reisewarnungen des Außenministeriums alle bevorstehenden Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und nach Oman mit Anreise bis einschließlich 4. März abgesagt. Ebenfalls abgesagt wurden Transitreisen mit Anreise bis einschließlich 4. März mit gebuchter Zwischenlandung in den VAE und Oman sowie in Katar und in Bahrain. Vtours sagt Reisen bis 3. März ab Vtours bittet seine Gäste in den Destinationen im Nahen Osten, keinesfalls an den Flughafen zu fahren – auch wenn ein Rückflug ansteht. "Bleiben Sie in ihrem Hotel und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden, der Sicherheits- und Hotelkräfte und Reiseleitungen", bittet der Veranstalter. Und weiter: "Bleiben Sie in Ihrem Hotel und halten Sie den Kontakt zu den Reiseleitungen vor Ort." Die Behörden stünden in engem Austausch mit den Hotelbetrieben, und dort würde man die Gäste sehr geordnet informieren. "Bitte bewahren Sie Ruhe, wir sind an Ihrer Seite und unterstützen Sie und Ihre Sicherheit mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln", teilt das Unternehmen mit. Zugleich sagt Vtours zunächst alle Reisen bis einschließlich 3. März in der Region ab. TUI-Reiseabsage nach Katar bis 2. März In einer ersten Reaktion auf die militärischen Luftangriffe der USA und Israels gegen den Iran und den gesperrten israelischen Luftraum hat Deutschlands führender Reiseveranstalter TUI am 28. Februar mit einer vertriebsinternen Mitteilung reagiert und aktualisiert diese laufend.Reisen nach Katar sind zunächst bis zum morgigen Montag, 2. März, abgesagt, Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate bis kommenden Freitag, so ein TUI-Sprecher auf Anfrage von fvw|TravelTalk. Der Veranstalter gehe "rollierend" vor. Gäste mit unmittelbar bevorstehenden Abreisen könnten zudem ihren Urlaub auf Basis der Reisewarnungen des Außenministeriums umbuchen oder stornieren. Nur-Hotel-Stornos: Coral will Kosten reduzieren Coral Travel und Ferien Touristik teilten den Vertriebspartnern mit, dass alle Abreisen aus Deutschland in den gesamten Nahen Osten infolge der vom Auswärtigen Amt ausgesprochenen Reisewarnung mit Abreisen bis einschließlich 3. März abgesagt wurden. Handelt es sich um Nur-Hotel-Buchungen, können diese bei Anreise bis 3. März zu den effektiv anfallenden Kosten storniert werden. "Wir bemühen uns in jedem Fall um eine bestmögliche Kostenreduktion", heißt es in der Mitteilung, verbunden mit der Bitte, das Service-Center zu kontaktieren. Bei Transitflügen ist laut Coral eine kostenfreie Stornierung ausschließlich bei Anierung des Fluges möglich. Alle betroffenen Gäste im Nahen Osten habe Coral informiert und rät dringend dazu, im Hotel zu verbleiben und nicht eigenständig zum Flughafen zu fahren. "Die Sicherheit unserer Kunden hat für uns oberste Priorität", betont der Veranstalter und bittet eventuelle längere Wartezeiten in der E-Mail-Bearbeitung und per Telefon zu entschuldigen. "Wir arbeiten die jeweiligen Fälle nach Dringlichkeit schnellstmöglich ab." Studiosus-Gäste in Oman Beim Studienreisespezialisten Studiosus sind derzeit Gäste in Oman unterwegs. "Es geht ihnen allen gut", teilt der Veranstalter auf seiner Website mit. Man stehe in engem Kontakt mit den Reiseleiterinnen und Reiseleitern sowie den Leistungspartnern vor Ort, heißt es weiter. Man treffe alle für die Sicherheit die Gäste notwendigen Maßnahmen. Abreisen nach Oman sowie nach Jordanien und in die Vereinigten Arabischen Emirate waren bei den Münchnern in dichter Folge ab dem 7. März geplant. Bis einschließlich 8. März hat Studiosus nun zunächst alle anstehenden Reisen abgesagt. Für zahlreiche Gäste der Unternehmensgruppe seien in den kommenden Tagen außerdem Flüge mit Umstiegen an den Flughäfen der Golfstaaten vorgesehen, heißt es weiter. Diese Airports, etwa Dubai und Doha, würden derzeit nicht angeflogen. "Wir nehmen sukzessive Flugumbuchungen vor und informieren die betroffenen Gäste", teilt Studiosus mit.Für Umbuchungen und Stornierungen von Reisen der Unternehmensgruppe in den Nahen Osten ab dem 9. März würden die allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten, so der Reiseveranstalter. Bei Diamir Erlebnisreisen ist wie bei anderem Veranstaltern ebenfalls das Notfallteam im Einsatz. "Zurzeit ist es wirklich extrem unübersichtlich in der Golfregion", sagt Diamir- Geschäftsführer Jörg Ehrlich. Man stehe in Kontakt zu allen betreffenden Kunden, die noch in Zielgebieten im Urlaub weilen und deren Rückreise zu koordinieren und umzusetzen sei. Ehrlich: "Das wird in den nächsten Tagen professionell umgesetzt." In den kommenden Tagen anstehende Reisen in die Region werden zum Teil abgesagt werden müssen, so Ehrlich weiter. Die betroffenen Kunden würden informiert. Aktuell könne man nur kurzfristig agieren. So seien zum Beispiel vier Reisegäste aus Indien statt über die Golfregion mit alternativen Fluglinien erfolgreich nach Hause befördert worden. Eine Gruppenreise auf den Seychellen werde leider nur mit einem Teil der Gäste durchgeführt werden können – da ein Teil der Gäste mit Qatar Airways nicht in Deutschland starten konnte. Falk Travel storniert alle Reisen bis einschließlich 3. März in den Nahen Osten. Sollte es zu einer Verlängerung der Reiseabsagen kommen, gibt der Veranstalter diese bis zum Abend des 2. März bekannt. Grundsätzlich gilt, dass die Veranstalter abhängig sind vom Vorgehen der Airlines – wann diese den Flugverkehr wieder aufnehmen können und ob sie dann eventuelle Sonderflüge auflegen. Aida | MSC | TUI Cruises (Update) Krieg beeinträchtigt Kreuzfahrten – vor allem Mein-Schiff-Flotte betroffen von Klaus Hildebrandt, Cüneyt Yilmaz, Alexander Krug und Bianca Wilkens Sonntag, 01. März 2026 Die Golfstaaten sind wichtige Kreuzfahrtziele im Winter. Die Mein Schiff 4 liegt aktuell in Abu Dhabi, die Mein Schiff 5 in Doha in Katar. Aida und Costa hatten bereits 2025 weitgehend vorgebeugt. Dennoch sind Aida Stella-Passagiere betroffen. MSC Euribia hat Fahrten ausgesetzt. Nach einem Bericht der "Kieler Nachrichten" erhielten Mein-Schiff-Passagiere Notfallalarme auf ihren Mobiltelefonen. Die Crew forderte sie auf, umgehend an Bord zurückzukehren.Landausflüge wurden abgesagt. Die Außendecks blieben gesperrt. Gäste sollten sich im Inneren des Schiffes aufhalten und Fenster meiden, so die "Kieler Nachrichten". Schäden meldeten die Schiffe bislang nicht. "Wir saßen heute früh im Flieger von Zürich nach Doha. Nach einer knappen Flugstunde dreht der Flieger wieder zurück nach Zürich. Der Flug wurde nicht wieder angetreten. Mit uns im Flieger saßen mehrere Passagiere, die eine Orient-Kreuzfahrt in Doha antreten wollten – mit Mein Schiff 5", kommentiert ein Mein-Schiff-5-Kunde auf Linkedin die Lage. Für Sonntag standen eigentlich reguläre Gästewechsel an: In Katar sollten mehr als 2000 Passagiere von Bord gehen und neue Reisende aus Deutschland anreisen. Auch für Dubai plante die Mein Schiff 4 einen weiteren Wechsel. Wegen der Reisewarnungen sei eine planmäßige Durchführung der für Samstag, Sonntag und Montag geplanten Reisen derzeit nicht zu verantworten heißt es auf der Website von TUI Cruises. "Alle Gäste, die sich aktuell bereits an Bord befinden oder eine Anreise geplant hatten, wurden von uns direkt und individuell darüber informiert", so die TUI-Beteiligung. Update 1. März 2026: Am Sonntag bestätigte TUI Cruises, dass sich die Gäste der Mein Schiff 4 weiterhin an Bord des Schiffs in Abu Dhabi befinden. Auch die Gäste, die gestern von Doha aus abreisen sollten, wurden wieder an Bord der Mein Schiff 5 gebracht. "Aufgrund der weiterhin dynamischen Lage im Nahen Osten und der eingeschränkten Flugverbindungen sind wir derzeit auf die Informationen der Airlines angewiesen, ob und wann Rückflüge stattfinden können", teilte die Hamburger Reederei mit. MSC Euribia bleibt vorerst im Hafen von Dubai MSC Cruises hat wegen der Sicherheitslage eine Kreuzfahrt der MSC Euribia ab Doha in Katar abgesagt. Zur Sicherheit von Passagieren und Besatzung bleibe die Euribia im Hafen von Dubai, teilte ein Sprecher der Nachrichtenagentur AWP am Samstagabend mit. Die Gäste seien informiert worden. Das Schiff hätte am Sonntag auslaufen sollen. Das Kreuzfahrtschiff kann gut 6000 Personen aufnehmen und ist im Winter 2025/26 im Persischen Golf unterwegs. Aida Stella: Anreisealternativen werden geprüft Aufgrund der politischen und militärischen Spannungen der vergangenen Monate sind nur wenige Kreuzfahrtschiffe im Persischen Golf unterwegs. So bietet Aida Cruisesderzeit keine Reisen im Nahen Osten an. Im Juli 2025 hat die Reederei die eigentlich geplanten Fahrten der Aida Prima im Orient während der Wintersaison 2025/26 abgesagt. Es wurden Alternativrouten in Nord- und Ostsee angeboten. Den Reisebüro-Gästen auf der Aida Stella, die aktuell auf der Seetagetappe im Indischen Ozean zwischen Madagaskar und Mauritius unterwegs ist und deren Gäste über Dubai nach Hause fliegen sollten, teilte die Reederei mit, "mögliche Anreisealternativen" zu prüfen. Aida bittet darum, aufgrund eines erhöhten Anrufaufkommens von weiteren Anrufen abzusehen. Weitere Informationen teile die Reederei zeitnah mit. Eigentlich sollte die Aida Prima in der Wintersaison 2025/26 vor den Vereinigten Arabischen Emiraten unterwegs sein. Wegen der unsicheren Situation in der Region und der "Sicherheit der Gäste und der Crew als oberste Priorität", wie Aida letzten Sommer mitteilte, hatte die Rostocker Reederei die Reisen abgesagt und stattdessen neue Reisen ab Hamburg und Kiel aufgelegt. Aida Cruises verwies damals auf die "nicht verlässlich einschätzbare Lage im Nahen Osten". Auch Costa hatte rechtzeitig umgeplant Costa Kreuzfahrten hatte bereits im vergangenen Juli beschlossen, die ursprünglich für diesen Winter geplanten Kreuzfahrten in den Vereinigten Arabischen Emiraten an Bord der Costa Toscana nicht durchzuführen (inklusive Positionierungskreuzfahrten von und nach Dubai). "Stattdessen haben wir für unser Flaggschiff ein Alternativprogramm im westlichen Mittelmeer aufgesetzt, um unseren Gästen so früh wie möglich verlässliche Klarheit über ihre Urlaubspläne zu geben." Auch die Weltreise mit der Costa Deliziosa findet in diesem Jahr ohne Stopps in der Region statt. Das Schiff ist derzeit in Richtung Sri Lanka unterwegs und wird anschließend über die Malediven und Mauritius Kurs auf Südafrika nehmen, bevor es sich schließlich auf den Weg zurück ins Mittelmeer macht. Das Auswärtige Amt sprach mittlerweile etliche Reisewarnungen aus. Es wird unter anderem von Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Katar oder nach Jordanien abgeraten. |